Отрывки из дневников учеников 10 классов, побывавших в г. Висбаден в ноябре 2011 г.
Gehen Sie einmal Ernst-von-Harnack-Strasse entlang, so findet und besucht unbedingt das Oberstufengymnasium der Landeshauptstadt Wiesbaden. Es geht selbstverständlich um Carl-von-Ossietzky-Schule.
Seit 1986 genießen hier Schüler und Lehrer eine besondere Atmosphäre, die Atmosphäre der Partnerschaft mit dem Moskauer linguistischen Gymnasium 1513. Diese schöne Tradition wurde im Laufe von 25 Jahren aufbewahrt und es wird Vieles weiter in der Richtung gemacht.
Für die russische Austauschgruppe begann die Magie schon beim Gang durch die Schultür: «Wir heißen unsere Gäste aus Moskau ganz herzlich willkommen!» stand überall geschrieben.
Die russischen Schüler wurden von den deutschen Gastfamilien mit großer Freundlichkeit und Geselligkeit empfangen. Alle fühlen sich jetzt gut aufgehoben.
(aus meinem Tagebuch)
Sonntag, den 30.10
Der Tag, auf den wir schon so lange gewartet haben, kam. Endlich fahren wir nach Wiesbaden. Endlich können wir über all unsere Probleme in der Schule vergessen und saubere deutsche Luft, die Luft der 25-jährigen Partnerschaft einatmen.
Obwohl ich heute im Paweletsky-Bahnhof pünktlich ankam, war mein Kopf noch voller Gedanken: ob alle auch zum Flughafen rechtzeitig kommen, ob beim Grenzenüberqueren keine Schwierigkeiten entstehen...
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Ganz komplett standen nun alle im Airport Domodedowo, schauten einander in die Augen und entdeckten dasselbe – ein ganzes Paket von Emotionen: Freude und Abenteuerlust, Angst und Heimweh, aber auch Hoffnung.
In solchen Momenten kommt die Erkenntnis, dass wir wirklich zusammen, wirklich eine Mannschaft sind! Und dabei wächst das Verantwortungsgefühl.
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Die Zeit im Flugzeug verlief wie im Nu. Leichte Landung und wir stehen schon auf dem deutschen Boden.
Nach der Passkontrolle stürzten sich freundig die russischen Schüler auf ihre deutschen Partner. Ich war froh, nach vier Jahren Heinrich (Herrn Wolf) wieder zu sehen. Ich nahm Abschied von Natalja Georgiewna Terentjewa und ihren deutschen Kollegin Luise-Lotte Henkel und zusammen mit Heinrich fuhren wir nach Hause zur Familie Wolf.
Unterwegs haben wir besprochen, was am Abend zu unternehmen. Als ich gehört habe, dass es um ein Orgelkonzert geht, sagte ich leidenschaftlich “Ja!” Orgelmusik mag ich sehr. Zudem habe ich erfahren, dass heute Abend ein ehemaliger Schüler aus der Carl-von-Ossietzky-Schule spielen wird.
Der Musiker erwies sich als ein äußerst emotioneller und humorvoller Typ. Ein langer Applaus war eine Belohnung zum Schluss. Positiv gelaunt fuhren wir nach Hause und bis zum Schlafengehen klangen in meinem Kopf zauberhafte Orgelmelodien...
Es war nur der erste Tag meines Aufenthalts in Wiesbaden.
Ptschelintsewa Alexandra
Montag, den 31. November
Es war unser erster Tag in der Schule. Es hat mir besonders gefallen, dass wir in der Schule unseren russischen Raum haben, wo wir Tee oder Kaffee trinken können. In den ersten zwei Stunden haben wir einige Informationen über Wiesbaden und von der Carl-von-Ossietzky-Schule bekommen. In den nächsten zwei Stunden haben wir unsere Projektarbeit besprochen.
Danach fuhren wir mit unseren deutschen Partnern zum Landtag. Dort haben wir in der Kantine gegessen. Dann wurden wir im Saal vom Oberbürgermeister von Wiesbaden empfangen. Danach fand ein Gespräch mit den Vertretern des Jugendparlaments statt. Es war sehr interessant, weil ich niemals gedacht hatte, dass die Jugend zusammen mit den Erwachsenen über die Politik der Stadt sprechen und wichtige Entscheidungen treffen kann.
Nach dem Gespräch sind wir durch die Stadt gebummelt. Ich war sehr gut gelaunt und mit diesem Tag ganz zufrieden, da ich unsere Gruppe kennen gelernt hatte. Ich fand alle deutschen Partner ganz cool und habe ein bisschen mehr über meine Klassenkameraden erfahren.
Pachomowa Alexandra
Dienstag, den 1. November
Am Dientag verbrachten wir den dritten Tag in Wiesbaden und den zweiten Tag in der Carl-von-Ossietzky-Schule und hatten die erste Hospitation im Unterricht von unseren Partnern.
Um 7.50 sollten wir in der Schule sein, um einen Teil des Schulprozesses zu erleben. Es war für uns ungewöhnlich, dass es keine Pausen zwischen Doppelstunden gab. Nach der Hospitation fuhren wir ins Staatstheater, um ein Theaterstück für Jugendliche zu sehen.
Dieses Stück hieß “Hide & seek”. Es handelte von den Problemen der Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren. Das Stück gefiel uns sehr, weil jedem von uns die dort behandelten Probleme bekannt waren.
Wir waren schockiert, da die Schauspieler fast doppelt so alt waren im Vergleich zu den Helden, die sie gespielt hatten. Während der Aufführung fiel das uns überhaupt nicht auf.
Nachdem wir gegessen hatten, wurden wir durch die Theaterwerkstätte geführt. Das war sehr interessant das klassische deutsche Theater zu sehen.
Nach dieser Führung fuhr unsere Gruppe zufrieden aber sehr müde von zahlreichen Erlebnissen nach Hause um sich richtig zu erholen.
Sinitsina Aljena
Mittwoch, den 2. November
Am vierten Tag, am 2. November haben wir vier Stunden mit unseren Austauschpartnern verbracht. Ich hospitierte Ethik, Biologie und Politik. Das war interessant, weil wir einige Fächer in der Schule nicht haben. Dann waren wir bei der Einweihung der Stele der Toleranz. Wir haben schöne Gedichte und Lieder über die Toleranz gehört. Pachomowa Sascha und Tuktarowa Alija hatten auch die Ehre ihre kurzen Berichte von der Bühne vorzulesen.
Danach sind wir mit dem Bus zu einer Exkursion gefahren. Vor dieser Exkursion hatten wir etwa 15 Minuten Freizeit, deshalb haben wir diese Zeit auf einem Spielplatz verbracht, wo wir Karussell gefahren sind.
Während des Stadtrundgangs durch Wiesbaden haben wir viel Neues aus der Geschichte dieser Stadt erfahren und schöne Straßen und Häuser gesehen. Wir haben das Gebäude des «Wiesbadener Tagesblatt» gesehen und waren zu Gast bei einer ökologischen Organisation. Die Menschen, die dort arbeiten, haben einen interessanten und ungewöhnlichen Beruf.
Später sind wir zum Bowling gefahren, wo wir in Mannschaften je 4 Menschen gespielt haben. Das war sehr lustig! Wir haben viele Fotos gemacht und Riesenspaß bekommen.
Karpets Ilja
Donnerstag, den 3. November
Die erste und zweite Stunde hatte mein Austauschpartner Peter Deutsch. Im Deutschunterricht erlernen sie sowohl Grammatik als auch deutsche Literatur. Heute haben sie an einem Buch gearbeitet. Das Buch war ziemlich interessant. Danach zeigten sie Standbilder. Der Sinn bestand darin, dass die Zuschauer selbst verstehen mussten, wer wem was zeigt und was für eine Situation sie zeigen.
Danach hatte Peter eine Freistunde und wir spielten Basketball im Schulhof. Das war toll!
Die nächste Stunde war Mathe. Wir lösten Aufgaben. Es machte mir Spaß.
Das Mittagessen hatten wir in der Klarenthaler Gesamtschule. Im Grunde genommen war alles toll, aber einige Schüler in der Schulkantine guckten uns seltsam an.
Am Nachmittag fuhren wir zum Hauptbahnhof um sich mit Vertretern der Initiative KuK Schlachthof zu treffen. Dort, wo früher ein Schlachthof war, befindet sich jetzt eine Kreativfabrik. Ich war davon begeistert, wie die Judendlichen ihre Gefühle mit Graffitys ausdrücken. Mir hat alles gefallen. Abends ging ich mit Peter shoppen und kaufte mir Sportschuhe.
Iordan Michael
Freitag, den 4. November
Das war unser sechster Tag in Wiesbaden, der für mich der beste war. Heute haben wir die ersten 4 Stunden mit unseren Klassenkameraden aus Russland verbracht, darunter Kaffee getrunken, Fotos gemacht, gesprochen.
An diesem Tag kam zur Schule Sabine Huttel – eine Autorin, die uns ihre Erzählungen vorgelesen hat. Das Hauptthema von diesen Geschichten war Honosexualität. Im Saal hat sich die ganze Schule versammelt und sie hat zwei Geschichten vorgelesen. Die erste Geschichte fand ich nicht schlecht, dann verlor ich aber das Interesse.
Nach der Schule lief ich mit meinem Austauschpartnern Janick durch Wiesbaden, danach fuhren wir nach Hause, wo wir unser Abendbrot aßen.
Am Abend gingen wir zum Martinsmarkt. Außer uns waren dort auch zwei Peters, Ilja und noch viele Freunde von Janick. An diesem Abend lernte ich viele neue Menschen kennen. Die Atmosphäre der Feier hat mich tief beeeindruckt!
Martinsmarkt ist eine traditionelle Feier von Bad Schwalbach. Die dauert normalerweise 3 Tage und in der Zeit wird viel gefeiert und Karussels gefahren.
Um 12 Uhr nachts gingen wir nach Hause und ich schlief glücklich ein.
Pomogajlo Nadezhda
Wochenende, Samstag-Sonntag, den 5.-6. November
Neben den alltäglichen Exkursionen kommt das Wochenende, wo wir nach unserem Geschmack was unternehmen wollen und verschiedene Programme haben können. Das Wichtigste dabei aber ist, die Zeit mit der Familie zu verbringen.
Was mich angeht, so sind Marie-Luise und ich am Samstag in die Stadt shoppen und ins Schwimmbad mit den Freunden gegangen.
Am Sonntag haben wir in Neroberg eine russische Kirche besucht und sind mit einer Freundin von Marie-Luise ins Kino gegangen. So bin ich mit meinem Wochenende zufrieden.
Die anderen Schüler hatten andere Möglichkeiten interessant ihr Wochenende zu gestalten. Einige haben Mainz besucht, das nicht weit von Wiesbaden liegt und auch sehenswert ist.
Die anderen konnten auch durch die Stadt bummeln und zusammen am Rhein spazieren gehen. Natürlich gibt es in Wiesbaden Museen und Ausstellungen, die man besuchen kann.
Am Abend gingen wir ins Cafe um deutsche Spezialitäten zu essen.
Slastjenow Ilja
Den 7. November
Heute war es für mich einer der interessantesten Tage der Schüleraustauschzeit. Heute haben wir den Menschen, der die Judenvertreibung erlebt hatte kennen gelernt. Er heißt Ralf Giordano. Auf der Bühne saß ein bejahrter Mann. Er stellte sich vor und begann mit seinem Vortrag. Er berichtete, war er selbst erlebt hatte,, als die Nazis zur Macht gekommen waren und wie die Juden verfolgt, ausgeraubt und vernichtet wurden. Die Juden, die noch am Leben waren, hatten keine Rechte. Als ich diesen Vortrag hörte, lief es mir kalt über den Rücken.
Nach dem Ende des Krieges wurde Herr Giordano zum Journalisten und hatte im Laufe seines Lebens viel geschrieben. Ich glaube, ich werde seine Bücher mit großem Interesse lesen, denn ich interessiere mich für Kriegsgeschichte.
Zum Schluss haben viele Schüler verschiedene interessante Fragen gestellt. Herr Giordano beantwortete sie ausführlich und mit großem Gefühl. Ich war ein bisschen überrascht, wie sehr sich die deutschen Jugendlichen für Kriegsgeschichte interessieren.
Natürlich war ich von diesem Vortrag tief beeindruckt!
Ich möchte mich bei allen Lehrern und Lehrerinnen für diese Veranstaltung herzlich bedanken!
Svirtschevskij Ilja
Interessante Momente, die wir am Wochenende zusammen erlebt haben
Ich möchte über einige Momente erzählen, die in Erinnenrung geblieben sind.
Da mein Austauschpartner lange krank war, verbrachte ich mein Wochenende mit Edgar und Nikita. Wir verbrachten viel Zeit auf dem Spielplatz. Dort haben wir Fußball gespielt und manchmal haben wir gekämpft. Wir alle: Edgar, Edgar’s Bruder Daniel haben auch lustige Schlachten gemacht.
Diese Schlachten waren mit Gotscha-Waffen. (Gotscha-Waffen sind Waffenpistolen mit kleinen gelben Kugeln, die sehr schmerzhaft sind.) Das machte uns Riesenspaß.
Natürlich wollten wir am Montag erfahren, was die anderen Teilnehmer des Austauschprogramms gemacht haben. Die Mädchen waren auf dem Hochheimer Markt. Das ist ein Markt, wo es verschiedene Attraktionen gibt und wo man Karussells und Achterbahn fahren kann. Dort wurden auch süße Cocktails verkauft, die sehr lecker waren. Die Mädchen haben dort eine wunderschöne Zeit verbracht und an diesen Besuch werden sie sich lange erinnern…
(zum Schluss)
In der Vorfreude auf den Gegenbesuch in den nächsten Herbstferien möchte ich noch Folgendes sagen. Jeder Schüleraustausch trägt nicht nur zur Verständigung zwischen verschiedenen Völkern sondern auch zur gegenseitigen Freude bei. Ihre Bestandteile sind:
- - Mitgefühl
- - Zuhören
- - Verzeihen
- - Staunen
- - Lachen
Das alles haben wir hier erlebt. Niemand kann die Zeit festhalten, wohl aber die Augenblicke.
Schauen Sie mal einander in die Augen und erinnern Sie sich an das, was war. Jetzt sind wir fröhlich und lächeln einander offen und herzlich. Lassen wir uns immer aufeinander so freuen und voller Erwartungen hoffen auf das, was noch kommt...
Wir sind verschieden – das ist unser Reichtum.
Wir sind zusammen – darin besteht unsere Kraft! Материал подготовлен Горюновой М.А.
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